
Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen wollen die langjährige Tradition des Weltgebetstags (WGT) im Ruhrgebiet wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Dazu haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen...
Zusätzlich zu den umfangreichen Musik-Materialien des Deutschen Weltgebetstags-Komitees haben Weltgebetstagsfrauen aus Stuttgart bei ihrer Musikwerkstatt Texte für den WGT 2012 aus Malaysia entwickelt.
Dr. Mitri Raheb aus Bethlehem wird am 24. Februar 2012 in Baden-Baden gemeinsam mit drei anderen Friedensstifter/innen mit dem Deutschen Medienpreis 2011 ausgezeichnet.
Das ZDF sendete am Sonntag, den 12. Februar 2012, um 9.30 Uhr einen Fernsehgottesdienst rund um das Weltgebetstagsland 2012, Malaysia.
Mit ihrem Gottesdienst „Steht auf für Gerechtigkeit“ zum Weltgebetstag 2012 fordern uns Frauen aus Malaysia auf, weltweite Ungerechtigkeit nicht länger hinzunehmen und mit ihnen gemeinsam für Gerechtigkeit aufzustehen. Gerechtigkeit ist untrennbar mit der Einhaltung von Menschenrechten verbunden. Daran erinnert auch der weltweite „Internationale Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember 2011.
Am 10. Dezember ist „Internationaler Tag der Menschenrechte“Mit ihrem Gottesdienst „Steht auf für Gerechtigkeit“ zum Weltgebetstag 2012 fordern uns Frauen aus Malaysia auf, weltweite Ungerechtigkeit nicht länger hinzunehmen und mit ihnen gemeinsam für Gerechtigkeit aufzustehen. Gerechtigkeit ist untrennbar mit der Einhaltung von Menschenrechten verbunden. Daran erinnert auch der weltweite „Internationale Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember 2011.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So lautet der 1. Artikel der Internationalen Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948. Als Reaktion auf die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges verabschiedeten die Vereinten Nationen diese Erklärung, in der zum ersten Mal die politischen und bürgerlichen Menschenrechte festgeschrieben wurden. In Erinnerung daran findet jedes Jahr am 10. Dezember der „Internationale Tag der Menschenrechte“ statt. Viele Menschen und Organisationen machen an diesem Tag darauf aufmerksam, dass auch heute auf der ganzen Welt Menschenrechte missachtet werden.
Es gehört zum Grundverständnis der Weltgebetstagsbewegung, die allumfassende Menschenwürde und das Recht von Frauen weltweit auf Entwicklung einzufordern. Das Thema Menschenrechte ist so auch für die Zusammenarbeit mit Partnerinnen im WGT-Land 2012 Malaysia von großer Bedeutung. Malaysische Frauen haben in den letzten Jahrzehnten viele Rechte erkämpft. Mit der Erstarkung islamistischer Strömungen in der malaysischen Gesellschaft werden viele dieser Errungenschaften wieder in Frage gestellt. So beispielsweise das Recht auf Bewegungs- und Meinungsfreiheit von Frauen oder das Recht darauf, den Ehepartner selbst wählen zu dürfen. Hierbei wird der Islam dazu benutzt, um die politische Vormachtstellung der (männlichen) muslimischen Mehrheit zu sichern.
Muslimische Frauenorganisationen wie die „Sisters in Islam“ („Schwestern im Islam“) und „Musawah“ („Gleichheit“) setzen sich dagegen zur Wehr, dass die malaysische Regierung ihre Religion, den Islam, benutzt, um Frauen die Menschenrechte zu verwehren. Sie streiten für eine feministische Auslegung des Islam. Auch die Frauenrechtsorganisation Tenaganita, die sich u.a. für Migrantinnen und Hausangestellte in Malaysia einsetzt, kämpft für Menschenrechte. Tenaganita wurde von Irene Fernandez gegründet, von deren Lebensgeschichte der Weltgebetstagsgottesdienst 2012 erzählt. Tenaganita ist eine von vielen Frauenorganisationen weltweit, die mit der Kollekte zum Weltgebetstag 2012 unterstützt werden. Ziel von sowohl den muslimischen Frauenorganisationen wie auch von Organisationen wie Tenaganita ist der Schutz der Menschenrechte von Frauen – unabhängig von Religion, Herkunft etc. – in Malaysia und weltweit.
Wer mehr zu den Themen „Menschenrechte“ und „Hausangestellte in Malaysia“ erfahren möchte, wird u.a. hier fündig:
Human Rights Watch hat 2011 den 105-seitigen, englischsprachigen Report “’They Deceived Us at Every Step’: Abuse of Cambodian Domestic Workers Migrating to Malaysia” herausgegeben. Dieser dokumentiert die Erfahrungen von Hausangestellten aus dem südostasiatischen Kambodscha in Malaysia. Grundlage des Reportes sind 80 Interviews mit Hausangestellten, mit ihren Familien, mit Regierungsvertretern, Vermittlungsagenturen sowie Nicht-Regierungsorganisationen wie Tenaganita. Der Report kann heruntergeladen werden unter: http://www.hrw.org/reports/2011/10/31/they-deceived-us-every-step
Human Rights Watch ist eine internationale Menschenrechtsorganisation mit Sitz in New York.
In der deutschsprachigen Seite ihrer Internetseite finden sich über „Suche: Malaysia“ auch aktuelle Informationen zu Malaysia: http://www.hrw.org/de
Das FORUM MENSCHENRECHTE ist ein Netzwerk von 52 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen: www.forum-menschenrechte.de
Auf den Internetseiten der Deutschen Kommission „Justitia et Pax“ („Gerechtigkeit und Frieden“) finden sich immer wieder auch aktuelle Informationen zum Thema „Menschenrechte von Hausangestellten“: www.justitia-et-pax.de